Fränkies Trainingstagebuch, Teil 1

Rinderkopfhaut zum Runterkommen

Fränkie

Kauen entspannt. Alle drei Hunde kauen friedlich ihre Stangerl, jeder auf seinem Platz. Kein Ressourcenverteidigen. Auch Kauding gegen Würstel (higher value!) tauschen ist kein Problem.

Auf die Decke shapen

Erster Clickerkontakt. Von sich aus würde Fränki nur Sitz anbieten. Ich helfe durch Handbewegungen und kann so zuerst Bewegung zur Decke und dann mindestens zwei Pfoten auf der Decke bestärken, indem ich ein Leckerli in die andre Richtung werfe, sodass er runtergehen muss, um es sich zu holen, und dann wieder von vorn beginnen kann. Herinnen arbeiten wir mit Trockenfutter. Alles andre findet er hier zu aufregend und will an mir hochspringen.

Boxunterteil mit Decke 

Ebenfalls kein Problem! Zwar kein Hinlegen, aber Hingehen, um sich seinen Click abzuholen, macht Fränkie Spaß.

Box mit Decke

Ebenfalls kein Problem. Den Eiskong beginnt er drinnen (im Stehen) zu fressen. Probehalber Tür zu. Sobald Fränkie merkt, dass sie zu ist, will er raus. Erst bellt er kurz, dann beißt er ins Gitter, dann bleibt er stehen und hechelt stark. Frankfurter nimmt er nach wie vor durchs Gitter, Trockenfutter nicht. Er ist alles andere als entspannt, und nach ein, zwei ruhigen Minuten mache ich die Tür wieder auf.

Die geschlossene Tür hatte keine Auswirkungen auf das Spiel an sich – immer noch geht er gern rein und sucht drinnen auch unter der Decke versteckte Leckerlis, solang die Tür offen ist.

Als Fränkie wieder abgeholt wird, erfahre ich, dass er sogar in einer offenen Box schlafen kann, aber Panik vor geschlossenen Türen hat. Also verwerfe ich den Plan, das Alleinbleib-Protokoll in der Box durchzuziehen. Ich werde stattdessen das Schlafzimmer verwenden und mit einem Babygitter absperren.

An der Leine gehen

Kette runter, Geschirr rauf, Clicker und Würstel eingesteckt. Nach 100 Metern kann Fränkie an der lockeren Leine gehen. Ruhiges Gehen führt dazu, dass er gehen und schnüffeln darf, wo er will. Position neben mir und Augenkontakt mit Click/Treat bestärken. Unterbrechungssignal, wenn er dem Ende der Leine zu nahe kommt oder zu schnell wird. Stillstand, wenn er anzieht. Eine leichte Übung für Fränkie! Wir begegnen keinen Hunden, aber 3 Menschen, eins davon ist ein Kind. Alles kein Problem für den klugen Kerl. Draußen sind Frankfurter genau die richtige Belohnung für ihn.

Freilauf

Fränkie darf an der Schleppleine mit Phoebe und Fanta auf den Feldern gegenüber unsres Hauses rumflitzen. Wenn er sich entscheidet, zu mir zu kommen, wird bestätigt, dann schicke ich ihn gleich wieder weg, um seine eigene Sache zu machen. Wenn er sich eine Zeitlang nicht für mich interessiert, ändere ich die Gehrichtung. Die drei vertragen sich ausgezeichnet; Phoebe ist sooo happy über ihren Spielgefährten, und auch Fanta flitzt mehrere Runden mit.

Barrieren

Wenn ich in Bad oder WC gehe, mache ich die Tür hinter mir zu und rede durch die geschlossene Tür mit Fränkie. Es fällt ihm auf, dass ich den Raum verlasse. Er ist aufmerksam, aber noch relativ entspannt. Ansonsten folgt er mir immer, wenn ich von Raum  zu Raum (Arbeits-/Schlafzimmer und Wohnküche) gehe.

LAT

Bei der Abendrunde zwei ungeplante Hundebegegnungen. Nach dem ersten Wuff beginne ich, LAT zu spielen. Fränkie kennt nach diesem Tag den Clicker bereits und spielt sofort und problemlos mit!

Fazit

Ein erfolgreicher erster Tag! Ich bin stolz auf alle drei Hunde. Fränkie ist ein Hit. Die größte Herausforderung ist, mit ihm und Phoebe gemeinsam an der Leine spazieren zu gehen. Phoebe geht entweder Fuß oder kann nicht anders, als ihn ständig zum Spielen aufzufordern. Auf das tolle Fuß trotz Fränkies Anwesenheit bin ich stolz, aber einen für uns alle drei entspannenden Spaziergang kriegen wir auf diese Art noch nicht hin.

Fanta ist ein wenig genervt, wenn Phoebe und Fränkie ganze Zeit spielen wollen. Es ist gut, dass Fränkie heute Abend wieder abgeholt wurde. Nächstes Mal kennt Fanta Fränkie bereits besser und sie werden besser miteinander klarkommen.

Plan fürs nächste Mal

Nächstes Mal werden wir in erster Linie am Alleinbleib-Protokoll hinterm Babygitter arbeiten. Ich hätte Fränkie gern bald so weit, dass er 30 Minuten allein bleiben kann. Dann ist es kein Problem mehr, mit ihm und Phoebe getrennt rauszugehen.

Auch eine gemeinsame Autofahrt mit Phoebe und Fanta plane ich fürs nächste Mal. Ich habe erfahren, dass er Autofahren noch sehr aufregend findet. Wenn wir das hinkriegen würden, könnte ich aber gut zu Hundezonen oder an Orte fahren, wo ich alle drei gleich frei laufen lassen kann, was den Spaziergang entspannter macht. Wenn ich ihn für kurze Zeit allein im Auto lassen könnte, wär das auch sehr praktisch. Wenn ich wüsste, dass das funktioniert, dürfte er öfter bei mir sein und wir hätten mehr Zeit zum Trainieren.

Und falls es sich ausgeht, möchte ich Crate Games (1) mit Fränkie spielen. So könnte ich bald die Box auch bei offener Tür verwenden und zu einem heißgeliebten Ort machen. (Und abgesehen davon sind Crate Games einfach toll.)

(1) Garrett, Susan: Crate Games for Self-Control and Motivation. DVD. Say Yes Dog Training 2007.

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