Fränkies Trainingstagebuch, Teil 3

Hui, schon wieder so viel Zeit vergangen! Fränkie hat mittlerweile wieder 2x 3 Tage bei mir verbracht. Ich habe zwar akribisch Buch geführt über seine Fortschritte, hatte aber keine Gelegenheit, das hier online niederzuschreiben. Das will ich mal nachholen, bevor wir übermorgen den nächsten Durchgang starten!

 

Alleinebleiben

 

Fränkie hat wieder 3 Tage am Stück bei uns verbracht. Ich konnte mit dem Alleinebleiben nahtlos dort weiterüben, wo ich in der Woche zuvor aufgehört hatte – der Ortswechsel hat uns keine Rückschritte beschert. Super!

 

Bis zu 17 Minuten sind wir am Tag 3 gekommen. Wie gehabt habe ich die Zeit in 2-Minuten-Schritten erhöht und zwischendurch immer wieder kürzere Abwesenheiten eingebaut, um die Zeit nicht linear zu steigern. Erstmals war es möglich, einkaufen zu gehen, während Fränkie zu Hause war. Fränki – gemeinsam mit meinen beiden Hunden – hat sich allein völlig problemlos verhalten und bereits begonnen, sich auf die Seite zu legen und richtig zu entspannt zu schlafen, obwohl ich nicht da war.

 

Ressourcenverteidigungsverhalten II

 

An einem Abend hatte ich Besuch. Auf nachfragen bei Fränkies Menschen meinte dieser, er wäre bei besuch immer sehr fröhlich-aufgeregt, beruhige sich dann aber wieder. Also grundsätlich unproblematisch.

 

Da ich bereits wusste, dass er gegenüber Phoebe und Fanta Ressourcenverteidigungsverhalten zeigt, wenn sein Mensch ihn abholen kommt, blieben Phoebe und Fanta vorerst hinterm Babygitter, als meine beiden Freund*innen eintrafen. Fränkie durfte sie begrüßen. Etwas später ließ ich die beiden anderen dazu – keine gute Idee. Sie durften sich keinen Schritt auf die Besucher zubewegen; Fränkie fuhr meine Hunde dann sofort an, sodass ich dazwischen gehen musste. Ganz ähnlich wie in der Situation mit der Besitzerin. Ich trennte sofort wieder und versuchte es eine Stunde später nochmal, allerdings war Fränkie auch jetzt noch nicht in der Lage, die anderen Hunde im selben Raum zu dulden wie die Besucher. Da werde ich bewusst gegenkonditionieren.

 

Mediamarkt

 

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Aufgrund eines technischen Problems musste ich sogar zweimal an einem Tag zum Mediamarkt. Da Fränkie nicht so lang zu Hause bleiben kann, kam er mit – und er meisterte es mit Bravour! Er ging im doch recht gut besuchten Mediamarkt entspannt an der lockeren Leine und konnte sich auch hinsetzen und Kekse nehmen, während ich mich beraten ließ. Seine Besitzerin zeigte sich nach meinem Bericht erstaunt – sie kennt ihn in solchen Situationen als sehr aufgeregt. Ich vermute, der Clicker hilft ihm sehr, zu erkennen, wann sein Verhalten verstärkt wird – und genau das zeigt er dann öfter.

 

Hausaufgaben

 

Ich habe Fränkies Menschen ein kleines Trennungsangst-Protokoll zusammengestellt. Bis zum nächsten Treffen will sie üben. Sie wird es ähnlich aufbauen wie ich und ist sich dessen bewusst, dass es bei ihr ein bisschen länger dauern könnte, da er in der Wohnung bereits eine Panik-Vorgeschichte hat. Ich habe auch erklärt, dass es für Fränkie leichter ist, ihr Gehen und Kommen als unbedeutend wahrzunehmen, wenn sie ihn nicht überschwänglich begrüßt.

 

Sie hat auch beobachtet, dass er entspannter ist, wenn er müde ist. Die zweite Hausaufgabe ist, ruhige Gegenden für längere Spaziergänge aufzusuchen – derzeit bekommt er meist nur täglich 30 Minuten an der Leine. Bei Hundebegegnungen wird sie, sofort nachdem Fränkie den Trigger gesehen hat, Leberpastete füttern. Wenn möglich, wird sie sonst Hundebegegnungen vermeiden und weiter ausweichen.

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